Manche Episoden des Lebens sind erzählenswert. Manche nicht. Und doch werden sie erzählt.
Das Leben ist ein unendlicher Strom von Ereignissen, großen und kleinen, tragischen und komischen. Es gibt Momente, die sich wie ein leuchtender Stern in das Dunkel der Erinnerung einbrennen – diese erzählen wir gerne. Sie sind die Anekdoten, die wir am Lagerfeuer teilen, die Geschichten, die wir immer wieder hervorholen, weil sie uns zum Lachen bringen, zum Weinen, oder weil sie uns daran erinnern, wer wir sind.
Und dann gibt es die anderen. Die Episoden, die scheinbar banal oder gar peinlich sind. Die Momente, die wir lieber vergessen würden. Aber irgendwie finden auch sie ihren Weg in unsere Worte. Vielleicht, weil wir sie teilen müssen, um sie loszulassen. Vielleicht, weil sie trotz ihrer Unscheinbarkeit doch etwas in uns bewegen.
Das Leben hat eine Art, uns immer wieder zu überraschen. Was heute unbedeutend erscheint, wird morgen zur Lektion. Was heute schmerzt, wird morgen zur Pointe. Und manchmal erzählen wir diese Geschichten nicht für uns, sondern für die Zuhörer – weil sie darin etwas finden, das ihnen hilft, ihre eigenen Episoden zu verstehen.
Und so wird erzählt, was erzählt werden will – das Erzählenswerte und das, was es nicht sein sollte. Denn das Leben selbst ist der beste Geschichtenerzähler.
